Jeder Tag geht vorbei

Schwierige Zeiten fühlen sich oft so an, als würden sie niemals enden. Doch jede Phase geht vorbei. Die entscheidende Frage ist: Was können wir heute tun, damit sich etwas bewegt?

Ja, jeder Tag vergeht.

Ja, jedes Problem löst sich irgendwann.

Ja, jede Zeit endet.

Eigentlich müsste man diesen Satz nur groß genug an eine Wand schreiben und wäre für die nächsten zehn Jahre ausreichend motiviert.

Leider funktioniert das nicht ganz so einfach.

Denn wenn man gerade mitten in einem Problem steckt, interessiert einen die philosophische Erkenntnis, dass irgendwann alles vorbei ist, ungefähr so sehr wie der Wetterbericht von letzter Woche.

Man will nicht wissen, dass es irgendwann vorbei ist.

Man will wissen, wann.

Wenn der Kopf keine Pause macht

Und bis dahin?

Bis dahin drehen sich die Gedanken im Kreis.

Was, wenn es nicht besser wird?

Was, wenn sich nichts verändert?

Was, wenn dieser Zustand jetzt einfach bleibt?

Unser Kopf kann daraus erstaunlich schnell eine ziemlich überzeugende Zukunftsprognose basteln.

Natürlich ohne belastbare Daten.

Aber dafür mit sehr viel Selbstbewusstsein.

Gerade in schwierigen Zeiten passiert es schnell, dass wir einen aktuellen Zustand mit unserer gesamten Zukunft verwechseln.

Dabei lohnt sich manchmal ein Blick zurück.

Du hast schon mehr geschafft, als du gerade glaubst

Wie viele Situationen gab es schon, bei denen wir dachten:

„Das bekomme ich niemals hin.“

Und dann haben wir es doch hinbekommen.

Wie viele Menschen, Probleme und Situationen haben uns einmal beschäftigt, als würde unser gesamtes Leben davon abhängen?

Und heute?

Manche fallen uns kaum noch ein.

Andere sind Geschichten geworden, die wir irgendwann erzählen.

Und wieder andere haben uns sogar etwas beigebracht.

Das bedeutet nicht, dass man Probleme einfach aussitzen sollte.

Ganz im Gegenteil.

Schwierige Zeiten meistern bedeutet nicht, alles auszuhalten

Manchmal braucht es Geduld.

Manchmal braucht es Mut.

Manchmal braucht es ein klares Nein.

Manchmal ein ehrliches Gespräch.

Und manchmal auch die Erkenntnis:

So wie bisher kann es nicht weitergehen.

Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte, wenn wir schwierige Zeiten meistern wollen:

Wir müssen nicht heute schon wissen, wie alles ausgeht.

Wir müssen nur entscheiden, was wir heute tun können.

Eine Sache klären.

Einen Schritt gehen.

Einen Gedanken loslassen.

Jemanden anrufen.

Ein Gespräch führen.

Oder auch einfach einmal akzeptieren, dass heute ein ziemlich bescheidener Tag war.

Auch das darf sein.

Denn ein schlechter Tag ist noch lange kein schlechtes Leben.

Und eine schwierige Phase ist keine Lebensbeschreibung.

Sie ist eine Phase.

Und Phasen gehen vorbei.

Was kannst du heute verändern?

Deshalb mein Rat:

Mach nicht aus einem schwierigen Moment eine dauerhafte Geschichte.

Bleib handlungsfähig.

Schau, was du beeinflussen kannst.

Und wenn du etwas verändern kannst, dann verändere es.

Nicht alles muss sofort gelöst werden.

Aber irgendetwas darf sich bewegen.

Manchmal ist genau dieser erste kleine Schritt der Anfang davon, dass sich wieder etwas verändert.

Und wenn du merkst, dass du bei einem Thema alleine nicht weiterkommst, kann ein Blick von außen helfen.

Im Personal Coaching oder Business Coaching geht es nicht darum, dir Entscheidungen abzunehmen. Es geht darum, Klarheit zu schaffen, neue Perspektiven zu entwickeln und herauszufinden, welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sind.

Mehr über Coaching und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit erfahren

Auch schwierige Zusammenarbeit mit dem Chef kann sich verändern

Und dieser Gedanke gilt auch für das Verhältnis zum Chef.

Wenn die Zusammenarbeit gerade schwierig ist, musst du weder alles hinnehmen noch sofort alles infrage stellen.

Kläre, was dich belastet.

Sprich Erwartungen aus.

Hol dir Klarheit.

Übernimm Verantwortung für deinen Teil.

Und wenn sich trotz aller Gespräche nichts verändert, darf auch die Frage gestellt werden, ob die Situation noch die richtige ist.

Denn Zeit allein löst nicht jedes Problem.

Aber Menschen, die anfangen zu handeln, können sehr viel verändern.

Auch das geht vorbei

Irgendwann wirst du auf diese Situation zurückblicken.

Und vielleicht denkst du dann:

„Verdammt, war das damals anstrengend.“

Und vielleicht musst du sogar ein bisschen lachen.

Nicht weil es damals lustig war.

Sondern weil du heute weißt:

Auch das ist vorbeigegangen.

Und vielleicht ist genau das die Erinnerung, die wir uns in schwierigen Zeiten öfter geben sollten:

Wir müssen nicht wissen, wie alles endet.

Wir müssen nur den nächsten Schritt finden.

Ein Tag nach dem anderen.

Denn jeder Tag geht vorbei.

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