Wir füllen unsere Zeit: Was wir von ärmeren Regionen über Ziele, Kultur und Führung lernen können

Wenn man durch Städte in armen Regionen reist – ob in Afrika, Teilen Asiens oder Lateinamerika – fällt eines besonders auf:
Menschen haben Zeit.
Sie sitzen vor ihren Häusern, lachen, tauschen sich aus, leben im Moment. Ihre Ziele sind oft existenziell:

  • Wasser
  • Nahrung
  • ein Ort zum Leben
  • Sicherheit

Und trotz dieser Schwere wirkt ihr Alltag weniger von Zukunftsängsten geprägt als unserer.

In Europa dagegen ist es paradox:
Wir haben mehr Wohlstand, aber auch mehr Angst.
Existenzsorgen, Druck, Vergleiche, Leistungsanforderungen – obwohl unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind, wirkt das Leben oft schwerer.

Wir füllen unsere Zeit.
Und trotzdem fühlt sie sich leer an.


Was hat das mit Unternehmen zu tun?

1. Ein Blick in die Arbeitswelt zeigt Parallelen

In vielen Unternehmen entsteht genau dieses Phänomen:
Teams sind beschäftigt – aber nicht erfüllt.
Führungskräfte planen, strukturieren, analysieren – aber fühlen sich dennoch gehetzt.

2. Auch in Organisationen offenbart sich ein Muster

Obwohl alle Ressourcen da sind – Menschen, Wissen, Tools, Budget – fehlt häufig das Gefühl von Sinn, Klarheit oder echter Zielorientierung.

3. Wenn wir Leistung priorisieren, verlieren wir Kultur

In „reichen“ Unternehmen wird häufig dasselbe sichtbar wie in reichen Gesellschaften:
Man hat viel – aber fühlt wenig Verbundenheit.
Man ist beschäftigt – aber selten wirksam.

4. Und genau dort beginnt echte Führung

Führung heißt nicht, Aufgaben zu verteilen.
Führung heißt, Orientierung zu geben.
Sinn zu schaffen.
Kultur bewusst zu gestalten.
Den Fokus auf das Wesentliche zu richten, statt die Zeit aller zu füllen.


Was erfolgreiche Führungskräfte aus ärmeren Regionen lernen können

Wenn Ressourcen knapp sind, entsteht automatisch Priorität.
Menschen tun das, was wirklich zählt.

Übertragen auf Unternehmen bedeutet das:

  • Nicht alles gleichzeitig versuchen.
  • Klarer kommunizieren.
  • Zeit als Ressource schützen.
  • Komplexität reduzieren.
  • Verbundenheit stärken.
  • Fokus vor Geschwindigkeit setzen.

Oder anders gesagt:
Wieder lernen, was wichtig ist – und es dann konsequent tun.


Der Weg vom Kennen zum Können

Viele Führungskräfte wissen, was sie verändern müssten:

  • Kommunikation verbessern
  • Mitarbeitende stärker einbinden
  • Klarere Prioritäten setzen
  • Konflikte lösen
  • Kultur stärken
  • Führung selbst reflektieren

Doch es scheitert nicht am Wissen.
Sondern am Tun.

Genau hier beginnt die Begleitung:
👉 Vom Kennen zum Können.


Call to Action

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